Bis zu 1 000 Mbit/s – Internetzugang über eine Glasfaserleitung

Internetzugang über Glasfaserleitung

Glasfaserleitungen bieten gegenüber Kabel- und DSL-Leitungen eine vielfach höhere Datenübertragungsrate. Damit Verbraucher von der hohen Datenübertragungsrate profitieren, ist ein Glasfaseranschluss direkt bis in das Haus oder die Wohnung notwendig.

Wie funktioniert der Internetzugang über eine Glasfaserleitung?

In der Glasfaserleitung werden die Daten mittels optischen Signals übertragen. Die Lichtimpulse, die durch ein schnelles Aktivieren und Deaktivieren eines Lasers entstehen, werden über Lichtwellenleiter gesendet. Die Datenübertragung erfolgt also über einen Lichtimpuls zwischen zwei Endpunkten. Die Glasfaserleitung besteht aus einem inneren Kern, in welchem die Daten als optisches Signal mit bis zu 300 000 km/s durch die Kabel transportiert werden. Der Glaskern ist von einer Schutzhülle ummantelt, die verhindert, dass die Lichtimpulse aus der Glasfaser entweichen. Der Außenmantel aus Kunststoff bietet einen weiteren Schutz und sorgt für Robustheit und Biegsamkeit. Das Glasfaserkabel setzt sich aus mehreren einzelnen Fasern zusammen, die feiner sind als ein menschliches Haar.

Wie kommt der Glasfaser-Anschluss in das Haus?

Für einen sogenannten „echten Glasfaser-Anschluss“, muss die Glasfaserleitung direkt bis in das Haus reichen. Dies wird auch als FFTH – Fiber to the Home – bezeichnet. Mit einem solchen Anschluss sind Verbindungen mit bis zu 1 000 Mbit pro Sekunde möglich. Die schnellste DSL-Verbindung erreicht hingegen nur 250 Mbit pro Sekunde. Entscheidend für solche Geschwindigkeiten ist die „letzte Meile“, also der Anschluss vom Verteilerkasten direkt in das Haus oder die Wohnung. Unter FFTC – Fiber to the curb – ist hingegen nur die Glasfaserleitung vom Netzbetreiber zum Straßenrand, und mit FTTB – Fiber to the building – die Leitung vom Netzbetreiber in den Keller gemeint. Bei FFTH wird zunächst eine Glasfaserleitung in der Straße und anschließend in das Gebäude durch Tiefbauarbeiten verlegt. Danach folgt die Installation des Anschlusses, indem die Kabel „eingespeist“ werden. Sind die Kabel mit der Anschlussdose verbunden, kann der Anschluss geschaltet werden. Wenn die Wohnung oder das Haus nicht in einem Ausbaugebiet liegen, kann ein „echter Glasfaser-Anschluss“ schnell sehr teuer werden. Der Glasfaserausbau sowie die Installation von Anschlüssen werden beispielsweise von der Telekom, von Vodafone und von Deutsche Glasfaser realisiert.

Was sind die Vorteile eines solchen Internetanschlusses?

Glasfaserleitungen ermöglichen nicht nur eine wesentlich schnellere Datenübertragung, sie bieten auch zahlreiche weitere Vorteile. Hierzu zählt unter anderem, dass die Leitungen weniger anfällig für Störungen sind, da sie unter anderem besser vor Witterungsbedingungen geschützt sind. Die Leitungen sind extrem ausfallsicher, wodurch eine zuverlässige und stabile Internetverbindung möglich ist. Auch bei einer großen Distanz zum Verteiler, ist kaum ein Leistungsabfall zu verzeichnen. Durch eine sehr kurze Latenzzeit, ist Internet „in Echtzeit“ möglich. Mit einem Internetzugang über eine Glasfaserleitung kann im Upload eine bis zu 10-mal schnellere Geschwindigkeit als bei einem Kabelanschluss und eine bis zu 25-mal schnellere Geschwindigkeit als bei einem DSL-Anschluss erreicht werden.

Vermarktung

Die Vermarktung der Glasfaseranschlüsse Online Marketing wird bei den drei größeren Anbietern Telekom, Vodafone und Deutsche Glasfaser über deren Webseite durchgeführt. Zusätzlich wird bei einer Neuerschließung von Gebieten auch eine Direktvermarktung direkt an die Haushalte angeboten.